Historische Entscheidung: Salzburg setzt Denkmal für Arbeitsmigration

GR Tarik Mete (c) Stadt SPÖ Salzburg Arne Müseler

Mit einer Entscheidung von großer symbolischer und gesellschaftspolitischer Bedeutung hat der Kulturausschuss der Stadt Salzburg den Weg für ein neues Denkmal freigemacht: Am Julius-Raab-Platz soll das erste Denkmal für Arbeitsmigration in Österreich entstehen.

Die Initiative geht auf Tarik Mete zurück und wurde bereits vor zwei Jahren eingebracht. Nun wurde das Projekt mit den Stimmen von SPÖ, Bürgerliste und KPÖ beschlossen.

„Es ist Zeit, Danke zu sagen“, bringt es Mete auf den Punkt. „Die Leistungen der Arbeitsmigrant:innen sind ein unverzichtbarer Teil unserer Stadt.“

Ohne Arbeitsmigration kein modernes Salzburg
Arbeitsmigration ist kein Randthema der Geschichte – sie ist ein zentraler Bestandteil der Entwicklung Salzburgs. Über Jahrzehnte hinweg haben Menschen aus unterschiedlichen Ländern hier gearbeitet, aufgebaut und mitgestaltet.

Besonders prägend war die Zeit ab den 1960er-Jahren: Tausende sogenannte Gastarbeiter:innen kamen nach Salzburg – viele von ihnen sind geblieben. Sie haben Familien gegründet, Betriebe mitgetragen und das Stadtbild mitgeprägt.

Ihr Beitrag ist konkret und sichtbar:
Sie haben Wohnungen gebaut, in der Pflege gearbeitet, Betriebe am Laufen gehalten und damit den wirtschaftlichen Fortschritt der Stadt ermöglicht.

Das geplante Denkmal schafft erstmals einen dauerhaften Ort, der genau diese Leistungen sichtbar macht – mitten im öffentlichen Raum.

Ein Zeichen für Zusammenhalt
Das Projekt ist mehr als ein Blick zurück. Es ist auch eine klare Aussage zur Gegenwart.

Heute hat rund ein Drittel der Menschen in Salzburg einen Migrationshintergrund. Sie arbeiten in nahezu allen Bereichen – vom Gesundheitswesen über die Industrie bis hin zu Tourismus, Forschung und IT.

Das Denkmal soll genau das sichtbar machen:
Migration ist kein „Zusatz“, sondern ein selbstverständlicher Teil dieser Stadt.

Mete formuliert es klar:
„Dieses Denkmal steht für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es zeigt, dass Anerkennung und Zusammenhalt keine leeren Worte sind, sondern sichtbar gemacht werden können.“

Ein politisches Signal
Mit der Entscheidung setzt die Stadt ein bewusstes Zeichen – gegen das Vergessen und gegen das Kleinreden von Leistungen.

Es geht um Anerkennung. Und um Gerechtigkeit.

Denn wer über Wohlstand, Wachstum und Entwicklung spricht, muss auch jene sichtbar machen, die diesen Weg möglich gemacht haben.

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