SPÖ-Vizebürgermeister Martin Panosch
Kampagne gegen Seniorenheime: FPÖ kann es nicht lassen
28. Juli 2010
SPÖ-Vizebürgermeister Martin Panosch: Klubobmann Schöppl produziert billige Polemik auf Kosten der MitarbeiterInnen.
„Die FPÖ und ihr Klubobmann Andreas Schöppl können es anscheinend nicht lassen, die städtischen Seniorenheime andauernd schlecht zu reden". So reagiert Bürgermeister-Stellvertreter Martin Panosch auf die jüngste Aussendung der FPÖ, wonach die Stadt keine Pflegekräfte einstellen würde und dadurch notwendiges, diplomiertes Pflegepersonal in den Heimen fehle.
Gerade im Bereich der Pflegekräfte gibt es seit Jahren keinen Aufnahmestopp im Magistrat. Im Gegenteil: Es wird händeringend nach diplomiertem Pflegepersonal gesucht. Panosch: „Das Problem ist, dass derzeit in ganz Österreich sowie in Deutschland so gut wie kein diplomiertes Pflegepersonal zu bekommen ist. Vor dieser Situation stehen sowohl die öffentlichen als auch die privaten Pflegeeinrichtungen. Die SALK hat die größten Probleme ihre Ausbildungskurse überhaupt einigermaßen voll zu kriegen." Die Stadt sei auf den verschiedensten Ebenen tätig, um das notwendige Personal rekrutieren zu können. So werde gemeinsam mit dem Land, der SALK und dem AMS schon seit Monaten an der Lösung des Pflegepersonalnotstandes intensiv gearbeitet. Die Schaffung einer eigenen Arbeitsstiftung stehe vor der Realisierung. Weiters werde die Stadt auf dem Pflegetag im Europark sowie auf der BIM vertreten sein. Natürlich werde auch über Stellenanzeigen intensiv nach gut ausgebildetem Pflegepersonal gesucht. Falsch sei im Übrigen auch die in der Aussendung der FPÖ genannte Anzahl an leerstehenden Betten aufgrund des „Personalnotstandes". Die Zahl beinhalte alle Leerstehungen, also auch jene, die aufgrund von notwendigen Umbauten derzeit nicht gar nicht belegt werden könnten.
Es werde alles möglich unternommen, um die Situation zu entschärfen und zu verbessern. Hauswirtschaftliches Personal werde z.B. in 250 Stunden-Kursen zu HeimhelferInnen ausgebildet. Erst vor kurzem hätten 19 MitarbeiterInnen diese Weiterbildung mit Erfolg abgeschlossen. Für Neueinstellungen stünden eigene Dienstwohnungen und Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung. „Allerdings liegt nicht alles im alleinigen Möglichkeitsbereich der Stadt Salzburg. Das sollte auch einmal FPÖ-Klubobmann Dr. Schöppl zur Kenntnis nehmen. Nur zu kritisieren, um damit rasch und billig in den Medien unterzukommen, reicht sicher nicht. Man sollte sich schon auch inhaltlich mit der Materie auseinandersetzen. Das einzige, was die FPÖ mit ihrer Anti-Seniorenheim-Kampagne erreicht, ist das Schlechtreden der städtischen Seniorenheime, was uns wiederum die Rekrutierung von neuem Personal nicht gerade erleichtert", so Panosch.







